Unsere Bio-Getreide stammen ausschliesslich aus
konrolliert-biologischem Anbau
Amaranth

Botanisch zählt Amaranth nicht wie andere Brot-Getreidearten zu den Gräsern, sondern zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Es zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Genutzt werden vor allem die Samen der an Hirse erinnernden Körner. Aber auch die Blätter sind essbar. Es ist eine sehr produktive und dabei genügsame Pflanze. Je nach Bedingung wird sie innerhalb eines halben Jahres 50 cm bis über zwei Meter hoch und bildet Tausende von winzigen Samen an sehr großen, auffällig gefärbeten Fruchtständen. Sie kommt mit wenig Wasser aus und wächst auch in höheren und sehr hohen Bergregionen.. Amaranth enthält viel hochwertiges Eiweiß, viele ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente, besonders Calcium und Eisen. Die Körner können auch geschrotet oder gemahlen werden. Amaranthmehl eignet sich jedoch nur begrenzt zum Backen, weil das nötige Klebereiweiß nicht enthalten ist. Eine Beimischung von Amaranth zu herkömmlichen Brotmehlen bietet jedoch eine wertvolle Ergänzung zur ernährungsphysiologischen Qualität von Brot.

Verwendung:
Die Körner des Amaranth sind vielseitig verwendbar und entfalten beim Kochen ihren typisch nussigen Geruch. Viele Speisen lassen sich mit den Körnern zubereiten, beispielsweise Suppen, Gemüsepfannen, Aufläufe und Süßspeisen. Schmeckt auch im Müsli oder zu Grütze gekocht als Beilage. Gemahlen als Mehl für Brot und Kuchen (unter Beimischung von Backgetreide wie Dinkel oder Roggen), Gebäck oder Tortillas. Amaranth wird wegen seinem Calcium- und Eisenanteil besonders auch für die Kinderernährung empfohlen. Als glutenfreies Getreide ist es außerdem für Allergiker geeignet.

Buchweizen:

Der Buchweizen gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Der Name Buchweizen leitet sich von seinen kastanienbraunen dreikantigen Früchten ab, die stark an Bucheckern (Frucht der Rotbuche) erinnern. Die Pflanze wird 40 bis 60 Zentimeter hoch, bevorzugt warmes, trockenes Klima, ist anspruchslos an Bodenbeschaffenheiten. Sie gedeiht auch in ziemlich unfruchtbaren Heide- und Moorgegenden. Sie ist sehr kälteempfindlich. Die Samen reifen sehr schnell innerhalb von 10-12 Wochen, weshalb der Buchweizen zweimal im Jahr angebaut wird. Ernährungsphysiologisch hochwertig durch hohen Gehalt an lebenswichtigen Aminosäuren, Vitaminen sowie Mineralstoffen. Buchweizen ist glutenfrei, eignet sich deshalb nicht zum Backen , jedoch für Allergiker.Fertig geschälter Buchweizen aus kontrolliert-biologischem Anbau kommt fast ausschließlich aus Kanada und USA. Grund: In ganz Europa gibt es nur zwei Firmen, die die harte Schale knacken können. Beim Bio-Buchweizen werden die Äcker in Fruchtfolge bestellt. Das schützt die Böden und limitiert die Schädlinge. Zur Erhöhung des Ernteertrags werden gezielt Bienen eingesetzt. Die Körner trocknen über mehrere Wochen an der Luft.

Verwendung:
In Grützen, Suppen, Bratlingen, Klößen, Pfannkuchen, Torten oder geröstet (Kasha) fürs Müsli. Geröstet schmeckt er leicht nussig, gemahlen ist er als Zutat in Pfannkuchen , Waffeln und anderen Teig- und Backwaren beliebt.
Dinkel:
Dinkel ist eine Urform des Weizens, botanisch nahe dem Weichweizen verwandt. Unterschiede zum Weizen bestehen beim Anbau darin, dass Dinkel anspruchsloser, standfester und wetterhärter ist und auch in Höhenlagen wächst. Die Körner des Dinkels sind fest im Spelz eingeschlossen, dadurch ist das Korn gegen Umwelteinflüsse geschützt. Dieser Spelz wird in einem speziellen Arbeitsgang (z. B. auf einem „Gerbgang“) von den Körnern entfernt. Dieser zusätzliche Arbeitsgang und der geringere Ertrag begründen den gegenüber Weizen und Roggen höheren Preis. Dinkel hat die gleichen guten Backeigenschaften wie Weizen. Mit seinem zarten nussartigen Geschmack schmecken Dinkelprodukte wie Brot, Gebäck und Teigwaren besonders lecker. Dinkel verdankt seine Renaissance der Naturkostbewegung. Denn das von Zuchtmaßnahmen verschonte Urkorn wird vom Organismus besonders gut vertragen. Außerdem hat Dinkel teilweise mehr Mineralstoffe und Vitamine zu bieten als der beste Weizen. Nennenswert ist auch sein hoher Gehalt an Kieselsäure, die sich positiv auf Denkvermögen und Konzentration sowie die Gesundheit von Haut und Haaren auswirken soll. Deshalb wird Dinkel in jüngerer Zeit insbesondere im ökologischen Landbau wieder verstärkt angebaut.

Verwendung:
Dinkel wird vor allem in der Brot- und Gebäckherstellung verwendet. Der Spelz kann nach Aufbereitung als Kissenfüllmaterial benutzt werden. Dinkel spielt im Bereich der Nutztierfütterung lediglich bei der Pferdezucht eine gewisse Rolle, Man verwendet dabei immer den "kompletten" Dinkel, also inklusive Spelz.

Grünkern:

Grünkern nennt man das unreif geerntete Korn des Dinkels, das in der sogenannten Milch- oder Teigreife geerntet wird. Die Stärke ist noch nicht voll ausgebildet, so dass die Körner noch saftig und weich sind. Um die Körner hart und mahlfähig zu machen, müssen sie getrocknet werden. Dies geschieht über einer Darre, traditionell über einem Buchenfeuer, bei mindestens 11°C. Dieser Dörrvorgang bewirkt, dass die Körner hart werden und die typische grüne Färbung und den unverkennbaren Geschmack annehmen. Grünkern entstand aus der Not heraus. Um so viel wie möglich von der durch Regenfälle zerstörten Dinkelernte zu retten, erntete man den unreifen Dinkel und trocknete ihn über dem Feuer. Erst später entdeckte man, wie köstlich das so entstandene Korn schmeckte.

Verwendung:
Grünkern wird vielseitig in der Vollwertküche für würzige Suppen, Bratlinge, Aufläufe und als Füllung für verschiedenste Gemüse verwendet. Da er viel Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor enthält wird er auch in der Kinderernährung und Krankenkost eingesetzt.
Hafer:

Hafer gehört zur Gattung der Süßgräser. Er wächst ca.1m hoch, ist sehr anspruchslos und gedeiht auch auf kargeren Böden. Hafer unterscheidet sich von anderen Getreidearten in der Form des Fruchtstandes, der als Rispe und nicht als Ähre ausgebildet ist. Die Nährwerte von Hafer zeichnen das Getreide gegenüber anderen Sorten als besonders hochwertig aus. Er ist das eiweiß- und fettreichste Getreide mit den höchsten Mengen an lebenswichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen. Er enthält besonders viel Calcium, Eisen, Silizium, Zink, Mangan sowie Vitamin B1 und E. Die einzelnen, spindelförmigen Körner des bei uns üblicherweise angebauten Saathafers sind fest von Spelzen umgeben, die jedoch nicht mit dem Haferkorn verwachsen sind. Für die Verwendung der Haferkörner in der menschlichen Ernährung müssen sie nach der Ernte und dem Dreschen extra entspelzt werden. Indem die Körner entspelzt und nicht geschält werden, bleiben die Vitamine der äußeren Kornschicht erhalten. Allerdings sind die Körner infolge des geringen Kleberanteils zur Herstellung von Brot kaum geeignet.

Neben den bespelzten Hafersorten gibt es auch „Nackthafer“ ohne Spelzen. Seine Erträge sind jedoch geringer.

Verwendung:
Hafer wir vor allem in der Flockenherstellung verwendet. Nach dem Entspelzen, Schälen und Darren dienen die Körner in gewalzter Form als Haferflocken für die menschliche Ernährung. Haferflocken können roh oder gekocht verzehrt werden und sind leicht verdaulich.Weiterhin lassen sich aus ihnen Hafergrütze und Hafermehl herstellen
Der überwiegende Anteil der Haferproduktion wird jedoch an Pferde, Rinder oder Geflügel verfüttert. Der hohe Rohfaseranteil macht die Körner für die Verfütterung an Schweine ungeeignet
Hafer wird auch für Getreidezubereitungen wie Müsli genutzt.

Hirse:

Hirse ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Getreidearten. Die Hirse, die bei uns in den Handel kommt, ist die Rispenhirse Sie gehört zu den Süßgräsern und ist eine 0,5 bis 1,5 m hohe Pflanze mit einer herabhängenden Rispe, an der einblütige "Ähren" sitzen. Die bespelzten eiförmigen Körner messen 2 bis 3 mm im Durchmesser und sind weiß, gelblich oder grün gefärbt. Die Hirse ist eine anspruchslose Getreidepflanze, die auf ärmsten Böden gedeiht und auch gegen Trockenheit gefeit ist. Die Hirse ist wahrscheinlich das älteste von Menschen kultivierte Getreide. Sie hat eine sehr kurze Vegetationszeit. Hirse ist ein Spelzgetreide und muss deshalb geschält werden. Da der Keim aber nach dem Entspelzen noch vorhanden ist, gilt es immer noch als Vollkorn..Hirse ist ein glutenfreies Getreide und ist deshalb für Allergiker geeignet. Es enthält die Vitamine B1, B2, A und C weiter Calcium, Kalium, Magnesium, Kieselsäure, Natrium, Fluor und Eisen. Es ist fett- und eiweißreich und neben Hafer das Getreide mit dem höchsten ernährungsphysiologischen Wert. Die Nährstoffe sind im ganzen Korn enthalten und konzentrieren sich nicht nur auf die äußeren Schichten. Aufgrund ihrer Glutenfreiheit ist Hirse allein nicht backfähig.

Verwendung:
Hirse findet immer häufiger in der Vollwertküche Verwendung. Aus Hirsemehl werden zum Beispiel Breie und Backwaren hergestellt. Das ganze Hirsekorn eignet sich unter anderem für süße und herzhafte Aufläufe.Kolbenhirse wird vielfach als Vogelfutter verwende.
Kamut:

KAMUT ist ein alter Verwandter des heutigen Hartweizens. Es ist ein altes, noch nicht manipuliertes Getreide, dass sehr anspruchslos und robust ist und einen natürlich hohen Eiweißgehalt hat. Kamutkörner sind ca. doppelt so groß wie herkömmliche Weizenkörner. Er wurde aufgrund seiner guten Eigenschaften von der Naturkostbewegung wiederentdeckt und hat Einzug in die moderne Ernährung gehalten. Kamut ist besonders nährstoffreich. Das Getreide enthält 20 bis 40 Prozent mehr Eiweiß und mehr Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe als Weizen. Er braucht keine Chemie und wird auch ausschließlich nach den Richtlinien des kontrolliert biologischen Landbaus angebaut. Kamut enthält Gluten und eignet sich aufgrund seiner guten Klebereigenschaften besonders für Backwaren

Verwendung:
Für alle Produkte, in denen Weizen oder Dinkel verwendet wird.
Nacktgerste:
Gerste ist neben Weizen das älteste Getreide der Menschheit. Gerste ist klimatisch anspruchslos, widerstandsfähig und hat eine kurze Reifezeit. Ihr Halm trägt lange kräftige Grannen, die Ähren ähneln denen von Roggen. Nacktgerste ist eine besondere Gerstenzüchtung, ohne die sonst für Gerste typische rauhe Schale. Der mechanische Entspelzvorgang entfällt - das Getreide ist dadurch biologisch hochwertiger. Mit zwei Prozent Fett ist die Gerste relativ fettarm, ihr Eiweißgehalt beträgt rund zehn Prozent. An wichtigen Mineralstoffen sind vor allem Calcium, Eisen und Phosphor zu nennen, an Vitaminen enthält sie Niacin, B1, B2 und E. Zu Brot kann Gerste nur mit anderen Getreiden gemischt, nicht aber solo verbacken werden, da sie nur wenig Klebereiweiß enthält und somit nur geringe Backfähigkeit hat. Sehr gut sind hingegen Pfannkuchen und Fladen aus Gerstenmehl.
Verwendung:
Nacktgerste wir vor allem für Flockenherstellung verwendet. Sommergerste wird in großem Umfang zur Malzherstellung (Brauereien) verwendet . Zur Viehfütterung ist Gerste ebenfalls geeignet.
Roggen:
Roggen gehört zur Gattung der Süßgräser. Neben dem Weizen ist der Roggen das wichtigste Brotgetreide. Er ist recht anspruchslos, zeichnet sich durch gute Kälteresistenz aus und wächst auch auf sandigen Böden gut. Es gibt Sommer- und Winterroggen, wobei in Mitteleuropa fast ausschließlich Winterroggen angebaut wird. Roggen kann bis 2m hoch werden. Roggengebäcke zeichnen sich im Gegensatz zu Weizengebäcken durch einen dunklen, festen und aromatischen Teig aus, dem aber das "luftige" des Weizenteiges fehlt. Das liegt an den fehlenden Kleber genannten Proteinen, die den Weizen so besonders backfähig machen. Ein Roggenbrot besteht hauptsächlich aus verkleisterter Stärke. Daher sind Roggenteige dichter und enthalten weniger "Luftblasen". Oft werden aus Roggenmehl daher Mischbrote und Brote aus Vollkorn hergestellt. Reines Roggenbrot ist Pumpernickel, das aus Roggenschrot hergestellt und mehr gedämpft als gebacken wird. Roggen läßt sich nur mit Sauerteig zu einem Brot verbacken. Die Teigsäurerung schließt bestimmte Nährstoffe gut auf und gibt dem Brot das herzhaft typische Aroma. Die Säure sorgt auch für eine längere Haltbarkeit des Roggenbrotes.
Verwendung:
Roggen wir vor allem in der Brotherstellung und als Futtermittel verwendet. Aber auch bei der Alkoholherstellung spielt der Roggen eine Rolle. Beispielsweise werden die besseren Wodka-Sorten aus Roggen hergestellt und der in Norddeutschland häufig getrunkene „Korn“ wird ebenfalls meistens aus Roggen hergestellt. Schließlich kann Winterroggen als Gründüngung eingesetzt werden.
Weizen:

Weizen  gehört zur Gattung der Gräser und ist wohl die am häufigsten angebaute Getreideart. Durch seine Verwendung  als Brotgetreide zählt er zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Weizen wird in Nacktweizen (Körner aus den Spelzen herausfallend – auch Saatweizen genannt) und Spelzweizen (Körner mit den Spelzen fest verwachsen) unterteilt. Er wird ca. 0,5 bis 1 m hoch, der Halm ist rundlich. Von der Gesamterscheinung wirkt er dunkelgrün und die Ähre gedrungen.

Es gibt über 1000 Weizensorten mit unterschiedlichen Ansprüchen an Boden und Klima. Auch die Mahl- und Backeigenschaften des Mehls unterscheiden sich. Die bei uns wichtigste Sorte ist der Nackt- oder Saatweizen. Er liefert das Mehl für Weißbrot, Brötchen, Kekse, Biskuit und Kuchen. Weizen hat einen besonders hohen Kleber(Gluten)anteil. Das verbessert die Backeigenschaften ganz entscheidend und hat Weizen deshalb eine unangefochtene Spitzenposition bei den Backgetreiden verschafft.

Verwendung:
Weizen wir vor allem in der Brot- und Gebäckherstellung verwendet. Ein Großteil des biologisch erzeugten Weizens wird auch zum Direktverzehr (Müsli) verwendet. Aus Hartweizen werden Teigwaren hergestellt und aus Brauweizen entsteht  Weizenbier. Auch als Viehfutter wird Weizen verwandt.

 
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